Claudia Nystad und Evi Sachenbacher-Stehle haben sich etwas überraschend den Olympiasieg im Teamsprint gesichert. Wenig später hätten es ihnen die Männer fast gleich getan: Axel Teichmann und Tim Tscharnke holten Silber knapp hinter Norwegen. Auch die DSV-Adler hatten Grund zur Freude: Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ holten sie Silber im Teamspringen.
Kurz vor 22.30 deutscher Zeit war es soweit. Die viel gescholtenen Langläufer holen ihre zweite Medaille: Gold. Tags zuvor hatte Tobias Angerer den Bann gebrochen und Silber gewonnen. Im Teamsprint der Damen nun also zum zweiten Mal Edelmetall und dazu auch noch Gold. Etwas überraschend holte das Team Nystad/Sachenbacher-Stehle diesen Titel, knapp vor Schweden und Russland. Ihre Taktik war damit voll und ganz aufgegangen: Sachenbacher sollte der Konkurrenz alles abverlangen und wenn möglich einen Vorsprung erarbeiten. Nystad sollte sich aus allem heraushalten und eher taktisch Laufen. Am Ende ließen sich beide die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewannen, auch dank der gelungenen Wechsel. Im Halbfinale hatten sie noch einige Strauchler, was sie dann im Finale abstellen konnten.
Etwa eine halbe Stunde später waren die Männer an der Reihe. Der erfahrene und gerade erst wiedergenesehne Teichmann und der junge Tscharnke bildeten das deutsche Team. Beide zeigten ein starkes Rennen. Tscharnke konnte gar auf seiner letzten Runde ca.4s Vorsprung herauslaufen. Teichmann konnte diesen Vorsprung bis kurz vor dem Ziel halten, dann flog aber der starke Norweger an ihm vorbei. Den im Sprint höher eingeschätzten Russen konnte er jedoch hinter sich lassen. Am Ende jubelten dann beide über Silber.
Die Medaille hatte für die deutschen Skispringer die gleiche Farbe. Sie gewannen hinter den bärenstarken Österreichern Silber, noch vor Norwegen und Finnland. Das Quartett Neumayer, Schmidt, Uhrmann und Neuling Wank zeigten im ersten Durchgang souveräne Sprünge und erarbeitete sich einen Punktevorsprung auf die Konkurrenz. Im zweiten Durchgang verlor insbesondere Martin Schmidt einige Meter auf die Konkurrenz; Deutschland behielt aber die Führung. Vor dem letzten Sprung der Norweger gab es wegen auffrischender Winde nochmal einige Unterbrechungen. Ein Nervenkrimi entbrannte. Dann ging der Norweger Jacobsen vom Backen: 140,5m. Ein großer Satz. Dann kam Michael Uhrmann und konterte diese hervorragende Weite mit einem Sprung auf 140m. Deutschland blieb damit vor Norwegen auf dem 2. Platz.
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