Die Goldmedaillen Nummer 2 und 3 stehen für das deutsche Olympiateam nun zu Buche. Die Biathletin Magdalena Neuner und die Rennrodlerin Tatjana Hüfner sicherten sich die Titel in ihren jeweiligen Disziplinen. Fast wären es sogar 3 Goldmedaillen geworden, doch Eisschnellläuferin Jenny Wolf fehlten am Ende 0,05s und sie verfehlte denkbar knapp den Titel. Mit Natalie Geisenberger wurde der medaillenreiche Tag abgeschlossen; Sie gewann Bronze im Rennrodeln.
Mehr über die Karriere unserer 2 Goldmädels erfahrt Ihr hier:
Tatjana Hüfner:
Die Brandenburgerin Hüfner startete ihre Karriere schon in frühster Kindheit: Mit 9 kam sie zum Rennrodeln. Erste Erfolge stellten sich ein und so wechselte sie schließlich 1997 in die Sportschule Oberwiesenthal, um nochmals einen Sprung nach vorne zu machen. Ihre erfolgreiche Zeit bei den Junioren war 2003 beendet, als sie Teil des Rennrodelteams der Damen wurde. 2006 nahm sie an ihren ersten olympischen Winterspielen teil und konnte direkt die Bronzemedaille gewinnen. Die Studentin der Psychologie wurde 2007 und 2008 Weltmeisterin und holte sich 3 Mal den Gesamtweltcup, von 2008 bis 2010. Dann kam der 16. Februar 2010: Hüfner holt sich nach vier Läufen den Olympiatitel bei den Rennrodlerinnen. Dieser Titel kommt keineswegs unerwartet, schließlich dominieren die deutschen Frauen den Weltcup seit Jahren. Nach dem ersten Lauf lag Hüfner aber noch hinter der Österreicherin zurück, konnte das im 2. Lauf aber korrigieren. Mit ihrem Olympiasieg fehlt dem deutschen Rennrodelteam nur noch der Sieg im Doppelsitzer der Männer zur optimalen Ausbeute von 3 Goldmedaillen in 3 Rennen.
Magdalena Neuner:
Kurz nach 20.00 Uhr deutscher Zeit war es dann endlich soweit: Magdalena Neuner gewinnt bei ihren ersten olympischen Spielen Gold in der Verfolgung. Vor den Spielen hatte sie sich nicht durch das ein oder andere schlechtere Weltcupergebnis beirren lassen; Ihr Ziel war klar: Olympiasiegerin. Das hatte sie auch immer wieder offen formuliert. Nach dem Sprint und dem Gewinn der Silbermedaille hatten viele gedacht, dass sie enttäuscht sein könnte. Allerdings war ihre Freude über Silber riesengroß, obwohl sie Gold nur um 1,3 Sekunden verpasst hatte. Ihr war bewusst, dass ihre Chancen im Verfolgungsrennen noch größer sein würden Gold zu gewinnen.
Zum Rennverlauf: Sprint Siegerin Kuzmina und Neuner wechselten sich in der Führungsarbeit ab, beide absolvierten das erste Schießen fehlerfrei und kamen gemeinsam zum 2. liegenden Anschlag. Kuzmina handelte sich eine Strafrunde ein, Neuner blieb davon verschont. Bei der dritten Schießeinlage erwischte es die Garmisch-Partenkirchnerin dann auch. Als sie dann aber die Strafrunde verlies, kam ihr die Slowakin entgegen, die ebenfalls einen Fehler geschossen hatte; an Vorsprung hatte die Deutsche also nichts eingebüßt. Beim letzten Schießen leistete sich Neuner dann im letzten Schuss einen Fehler, Kuzmina blieb fehlerfrei. Mit 6s Vorsprung ging Neuner in die Loipe, konnte diesen Vorsprung gar noch ausbauen und wurde souverän Olympiasiegerin.
Ihre Karriere begann „Lena“ Neuner im Alter von 9 Jahren. Nach mehreren Weltmeistertiteln und Erfolgen im Junioren-Weltcup debütierte sie 2006 im Weltcup. Zunächst nicht sonderlich erfolgreich, dann allerdings mit ersten Top Ten Platzierungen. Im folgenden Jahr nahm sie erstmals an den Weltmeisterschaften der Seniorinnen teil, nun als fester Teil der deutschen Weltcupmannschaft. Gleich im ersten Rennen konnte sie sich den Weltmeistertitel sichern. Es folgten zwei weitere Titel in der Verfolgung und in der Staffel . Damit war sie die jüngste Dreifachweltmeisterin aller Zeiten. In der folgenden Saison ist die Zollhauptwachmeisterin dann endgültig in der Weltspitze angekommen. Sie dominierte den Gesamtweltcup, den sie am Ende auch verdient gewann. Auch ihre Ergebnisse bei der WM konnte Sie bestätigen und holte wiederrum 3 Titel. In den nächsten beiden Saisons kam sie krankheitsbedingt nicht richtig in Fahrt; Sie hatte mit lästigen Erkältungen in der Vorbereitung zu kämpfen. 2009 bei den Weltmeisterschaften konnte sie nur eine Medaille holen, Silber in der Staffel. Den ersten Weltcup der Saison 2009/2010 musste sie ebenfalls wegen einer Erkrankung auslassen, kämpfte sich aber zurück in die Weltspitze um kurz vor den Spielen ihren ersten Weltcupsieg der Saison zu feiern.
Die Stärke von Magdalena Neuner ist vor allem ihre Laufleistung, mit der sie im Vergleich zur Konkurrenz so manchen Schießfehler wettmachen kann. In ihrer bisherigen Karriere konnte sie 25 Weltcupsiege feiern, was sie schon jetzt zu einer der besten deutschen Biathletinnen macht.
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Magdalena Neuner hält die deutsche Fahne ganz hoch, ein wirklicher Glücksmoment. Heute kann sie sogar nochmals siegen, ich drücke ihr ganz fest die Daumen. Aber die anderen deutschen Medaillengewinner, wie Tatjana Hüfners im Rennrodeln darf man auch nicht vergessen. Es fragt sich nur, wo die guten Leistungen der deutschen Skispringer der letzten Jahre geblieben sind.