Mentaltraining – Erfolgsfaktor im Leistungssport

Es war im Mai 2003 als sich Chris Moneymaker mit seinem Sieg im No-Limit Hold’em Championship Main Event im Binion’s Horseshoe Casino in Las Vegas überraschend als Amateur den angesagtesten Titel im Poker sichern konnte. Moneymaker, welcher sich in einem online Aufstiegsturnier für die Poker WM  qualifizieren konnte, löste mit seinem Gewinn im Main Event einen Pokerboom sowohl in den USA als auch in Europa aus. Neben einer gestiegenen Anzahl an Online-Pokerplattformen wurde das Pokerspiel in der damaligen Zeit insbesondere durch die verbreiteten Fernsehübertragungen weitestgehend in die Haushalte gebracht und machten so das Spiel gesellschaftlich salonfähiger.

Poker ist nicht nur ein reines Glückspiel, eine weitere Besonderheit liegt insbesondere in der Analyse und in der Vorhersage gegnerischer Verhaltensmuster sowie die daraus resultierenden Interaktionen der Beteiligten. Die Entscheidung des Spielers, zu welchem Zeitpunkt ein Geldbetrag in einer gewissen Höhe eingesetzt werden soll, ergibt neben dem Glücksfaktor eine starke strategische Komponente. Mittels Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Beobachtung der Mitspieler am Tisch werden so Handlungsalternativen abgeleitet, welche das Ziel haben Verluste bei schlechten Händen zu minimieren sowie bei einem aussichtstreichen Blatt den Gewinn zu maximieren. Dieser Einfluss des Verhaltens aller Beteiligten auf das Spielgeschehen zeigt, dass auch psychologische Komponenten einen Erfolgsfaktor im Poker darstellen.

Aus diesem Hintergrund heraus ermittelte die Softwarefirma Emotiv in einer Studie die Gehirnaktivitäten bei Pokerspielern in bestimmten Spielsituationen und visualisiert diese in einer interaktiven Gehirn Karte. Mittels Berücksichtigung der unterschiedlichen Leistungsniveaus der Teilnehmer, welche in die Kategorien Anfängern, Amateuren und Profi unterteilt wurden, konnten interessante Ergebnisse für die Sportpsychologie abgeleitet werden. Seine Gefühle im Griff zu haben, sowie Selbstkontrolle und Geduld in Wettkampfsituationen aufbringen zu können, sind Faktoren um anhaltend hohe Leistungsniveaus aufrecht zu erhalten können.

Nicht nur im Pokersport sind Verhaltensinteraktionen der Mitstreiter sowie die ablaufenden psychischen und mentalen Prozesse erfolgsentscheidend. Neben Konzentrationsintensiven Sportarten ist heutzutage auch bei den Ausdauer und Schnelligkeitsdisziplinen das Mentaltraining als fester Bestandteil in den Trainingsplänen von Leistungssportlern integriert. In der Gegenwart gehören somit in fast allen Sportarten Mentalcoaches, neben den klassischen Fitness- und Techniktrainern, zum Kern eines gut ausbalancierten Trainerstabs. Ziel ist es, den Sportler im ausgewogene Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele bestens vorbereitet in den Wettkampf und somit auf die Siegesstrasse zu führen.

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