Arndt und Martin holen Silber

Weltmeisterin Judith Arndt musste sich im Zeitfahren nur der US-Amerikanerin Kristin Armstrong geschlagen geben. Kur z darauf holte Tony Martin bei den Herren ebenfalls den zweiten Platz.

Arndt absolvierte die 29 Kilometer am Hampton Court Palace in 37 Minuten und 50 Sekunden. Damit war sie etwa 15 Sekunden langsamer als ihre amerikanische Konkurrentin Kristin Armstrong, die neben der Deutschen laut Wettquoten als große Favoritin galt. Die Amerikanerin hatte schon vor vier Jahren in Peking Gold im Zeitfahren geholt. Bronze ging an Olga Sabelinskaja aus Russland.

Armstrong lag über die gesamte Distanz vor Arndt, die sich aber von Zwischenzeit zu Zwischenzeit heran arbeitete. Bis auf Armstrong ließ die 36-Jährige alle anderen Fahrerinnen hinter sich, doch die Amerikanerin war am Ende zu stark. Trixi Worrack aus Cottbus musste sich mit Platz neun zufrieden geben.

Im Hinblick auf ihre Gold-Chancen sagte Arndt im Vorfeld des Rennens gegenüber den Sport News: „Es gibt nichts Höheres. Das ist das Nonplusultra und wäre das absolute Highlight in meiner Karriere. Es muss das Ziel sein.“  Jetzt ist der Traum vom olympischen Gold geplatzt. Trotzdem freute sich die 36-Jährige über ihre Leistung: „Ich bin sehr, sehr glücklich, bei meinen letzten Olympischen Spielen noch einmal eine Medaille gewonnen zu haben.“ 2002 in Athen konnte Arndt schon einmal Olympisches Silber holen. Dies war bis dato die letzte Medaille für den Bund Deutscher Radfahrer auf der Straße.

Doch nicht nur bei den Damen gab es im Einzelzeitfahren Grund zur Freude. Kurz nach Arndt holte sich auch Tony Martin sein Edelmetall ab. Der Cottbuser, der mit einer gebrochenen Hand an den Start ging, musste sich nur dem britischen Tour-Sieger Bradley Wiggins geschlagen geben. Mit Chris Froome holte ein weiterer Brite die Bronzemedaille.

„Tony ist in der Form seines Lebens. Nach allem, was in der Saison vorgefallen ist, war seine Leistung fantastisch“, freute sich der deutsche Teamchef Jan Schaffrath mit dem 27-Jährigen. Auch der Verbandspräsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Rudolf Scharping, attestierte den Sportlern eine starke Leistung: „Das zeigt, was wir für hervorragende Athleten haben.“

Dies kann Deutschland auch bei den Teamsprints auf der Bahn unter Beweis stellen. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren werden den BDR-Profis gute Chancen auf Edelmetall zugeschrieben.

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