Pirelli setzt auf härtere Reifen in Bahrain

Nach der Kritik an der bisherigen Reifenmischungen, hat der italienische Hersteller Prelli Konsequenzen gezogen. Im Grand Prix von Bahrain sollen die Formel-1-Boliden mit härteren Reifen ausgestattet werden. Red Bull, die erkannt haben, dass sie ihr Auto mehr auf die Haltbarkeit der Reifen abstimmen müssen, wird es freuen.

 

Noch am Sonntag nach dem Rennen in China konstatierte Sebastian Vettel seine Kritik an der weichen Mischung, mit der bisher in der Saison gefahren wurde. „Du kannst nicht die Pace fahren, die das Auto zulässt, weil sonst die Reifen auseinanderfallen würden“, so der Weltmeister. Sein RB9 verschleißt die weichen Slicks durch höhere Kurvengeschwindigkeiten stärker. Das ist auch dem Red-Bull-Team bekannt.

 

„Unser Auto funktioniert sehr, sehr gut. Es ist ein schnelles Auto, aber dadurch missbraucht es die Reifen und die Reifen können damit nicht umgehen“, gab Teamchef Christian Horner zu. Bisher stimmten die Ingenieure das Auto eher auf optimale Leistung für das Qualifying ab. Jetzt denken die Österreicher scheinbar um. „Wir müssen unseren Ansatz ändern und das Setup und die Art, wie wir mit dem Auto operieren, sodass wir mehr aus den Reifen herausholen. Es ist für alle gleich“, sagte Horner gegenüber Formel 1 Nachrichten: „Wir werden sehen, ob sich die Situation nächste Woche in Bahrain wieder umdreht.“

 

Die Reifenmischung zu ändern hat Pirelli auch deshalb entschlossen, weil der Kurs in Bahrain „wegen der hohen Luft- und Asphalttemperaturen“  einer der anspruchsvollsten für die Pneus sei, erklärte Paul Hembery von Pirelli. „Es kommt immer darauf an, wie viel Sand auf den Belag geweht wird.“ Aktuell geht der Reifenhersteller davon aus, dass die harten Pneus etwa 17 Runden halten werden und die Medium-Slicks maximal 15. Damit ist eine Strategie mit drei Boxenstops wahrscheinlich.

 

Ab dem Europa-Auftakt in Barcelona könnte dann schon eine ganz neue Reifenmischung zum Einsatz kommen. „Wir brauchen die ersten vier Rennen zum Sammeln von Erfahrungen. Wenn wir Änderungen vornehmen, dann werden wir diese zum Rennen in Barcelona machen.“ Zudem verteidigte der 47-Jährige Pirelli gegenüber der Anschuldigung, die aktuellen Reifenmischungen würden die Formel 1 zum Glücksspiel machen. „Das Reifenmanagement ist schon immer ein wesentlicher Bestandteil des Motorsports gewesen, das hat sich nicht geändert“, so Hembery: „Aber unterm Strich machen die Reifen die Formel 1 nicht zu einer Lotterie.“ 

 

Nach seinem Sieg in China ist Fernando Alonso in Bahrain bei den Formel 1 Wettnachrichten der Favorit. Momentan ist der WM-Kampf noch völlig offen, doch in der Fahrerwertung ist Vettel als amtierender Weltmeister immer noch der heißeste Anwärter vor dem Spanier auf den Titel. 

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