Dramatik Pur in Sao Paolo

Sebastian Vettel ist neuer, alter Formel 1-Weltmeister. Mit seinem dritten Titel tritt der Red-Bull-Pilot in die Fußstapfen von Rekordweltmeister Michael Schumacher. In dem chaotischen Rennen im brasilianischen Sao Paolo war der WM-Sieg teilweise Meilenweit entfernt. Fernando Alonso hätte die 13-Punkte-Führung des Heppenheimers in der Gesamtwertung fast noch eingeholt. Selten war ein Showdown in der Formel 1 so spannend. Jenson Button gewann das Abschlussrennen vor Alonso und Felipe Massa.

Was für ein Saisonabschluss in der Königsklasse: Schon nach dem Start war die punktemäßige Führung von Sebastian Vettel in Gefahr. Doch der 25-Jährige konnte seine Führung in der Gesamtwertung bis zum Ende behaupten. Damit ist Vettel der jüngste Fahrer der Formel 1, der am schnellsten einen Titel-Hattrick feiern konnte. „Verrückter kann mal es gar nicht gestalten“, kommentierte der hocherfreute Vettel das Rennen vor den Formel 1 Nachrichten von „RTL“. Und tatsächlich war es eine der spannendsten Entscheidungen, die der Motorsport je gesehen hat.

Schon beim Start lief es dabei nicht gut für den Deutschen. Alonso konnte gleich vier Plätze gut machen, während sich Vettel und Teamkollege Mark Webber gegenseitig behinderten. In der vierten Kurve dann der Schock: Bruno Senna rammte den Red-Bull-Boliden von hinten und Vettel drehte sich. Von da an musste sich der 25-Jährige vom letzten Platz an mit einem beschädigten Auto vorarbeiten. Die Verteidigung des Weltmeistertitels schien beinahe unmöglich. Senna hätte dabei mit seinem Fehler fast die WM entschieden. „Ich konnte ihn nicht sehen, er hat mich nicht gesehen, das passiert“, meinte der Brasilianer, der später ausschied, gegenüber den Sport News. Doch Vettel gab nie auf, kämpfte sich im Stile eines echten Champions nach vorne und überquerte auf Rang sechs die Ziellinie. Für Alonso war deshalb auch der zweite Platz zu wenig, um den Heppenheimer doch noch von der Spitze der Fahrerwertung zu verdrängen.

Während des Rennens kam es aber noch zu weiteren kuriosen Situationen. So musste die Red-Bull-Crew bei einem Reifenwechsel erst die Pneus aus den Schutzfolien holen, was Vettel viel Zeit kostete.

Im Titelkampf ging ein anderer denkwürdiger Moment beinahe unter. Rekordweltmeister Michael Schumacher feierte in Sao Paolo seinen Abschied als aktiver Fahrer in der Formel 1. Der siebenmalige Champion konnte seine Karriere mit einem akzeptablen siebten Platz krönen. Vettel hat dem Kerpener in einer Kategorie bereits geschlagen. Er ist der Jüngste Fahrer, der drei WM-Titel zu verbuchen hat. Bis zu „Schumis“ Rekord fehlen dem alten und neuen Weltmeister aber noch weitere vier Titel. Schumacher ist sich jedoch sicher, dass Vettel „das Zeug dazu hat“, auch diese Bestmarke zu erreichen.

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