Verletzungssorgen in Duisburg

Für Zweitligist MSV Duisburg war es die große Hoffnung, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte einen bedeutenden Titel einzufahren: das DFB-Pokalfinale in Berlin am 21. Mai. Doch je näher der Termin rückt, umso mehr häufen sich die Hiobsbotschaften bei den Zebras. Die Hoffnung, den großen Gegner Schalke 04 schlagen zu können, schwindet allmählich.

Beim MSV Duisburg scheint es derzeit nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Kurz vor Saisonende fallen dem Zweitligisten reihenweise Schlüsselspieler aus. Letzte Schock-Nachricht war der Ausfall von Kapitän Srdjan Baljak. Beim 1:3 in Cottbus prallte er am Samstag mit dem schuldlosen Cottbuser Daniel Ziebig zusammen und verletzte sich am linken Knie. Trainer Milan Sasic sah das geschwollene Knie des Spielers und urteilte: „Es war sofort klar, dass etwas kaputt ist. Er wird uns lange fehlen.“ Die Diagnose folgte am Montag und Sasics Befürchtung sollte sich bewahrheiten: Mit einem Kreuz- und Außenbandriss wird der 32-Jährige rund sechs Monate fehlen – in den verbleibenden Partien der 2. Bundesliga wird er seinem Team nicht mehr helfen können und der Traum vom Pokalfinale ist geplatzt.

Die bittere Gewissheit, dass der Kapitän bis Ende des Jahres ausfallen wird, trifft alle zutiefst: „Wir haben in der Kabine in sein Gesicht gesehen, das sagte alles, es war erschütternd“, erklärte MSV-Pressesprecher Martin Haltermann sichtlich berührt. Mit „Baki“ hat das Zebra-Lazarett nun einen neuen Patienten. Auch Youngster Julian Koch, der den Serbenals Kapitän  vertreten sollte, als der in dieser Spielzeit schon einmal verletzt pausieren musste, muss seit einem Außenbandriss im rechten Knie aus dem Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen zuschauen. Die 19-jährige Leihgabe vom BVB wurde bereits operiert, eine Genesung bis zum Pokalspektakel in Berlin steht aber außer Frage.

Ebenfalls im Unglücksspiel gegen Energie Cottbus erwischte es Stürmer Stefan Maierhofer (Mittelfußbruch) und Bruno Soares (Innenband). Der ist nach seiner Roten Karte aus dem Halbfinale gegen Cottbus für das Endspiel am 21. Mai ohnehin gesperrt, beim österreichischen Nationalspieler Maierhofer besteht zumindest noch ein Hauch einer Chance, dass er seiner Mannschaft rechtzeitig wieder helfen kann.

Auch im Falle des wegen Muskelproblemen fehlenden Routiniers Ivica Grlic besteht zumindest ein Funke Hoffnung. Der 35-Jährige konnte immerhin bereits wieder am Training teilnehmen. Als Ersatz-Ersatz-Kapitän wird anstelle der verletzten Koch und Baljak nun Olivier Veigneau die Spielführerbinde tragen. Der Franzose freut sich zwar über die Chance, die Trainer Sasic ihm gegeben hat, trotzdem erklärt er, ihm „wäre es lieber gewesen, wenn sich die beiden nicht verletzt hätten“.

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