Die Basketball-Bundesliga auf dem Vormarsch

Korbball sagten Lehrer früher in der Schule. Denn Basketball, das war typisch amerikanisch. Und tatsächlich zählt der Ballsport zu den „Big Three“-Sportarten aus den Staaten neben Football und Baseball. Lange Zeit erschien es so, als könnte sich der sehr dynamische Sport in Deutschland nicht durchsetzen. Laut Statista zählt Basketball nicht einmal zu den zehn beliebtesten Sportarten der Deutschen, so eine Befragung aus dem Jahr 2013. Doch der Schein trügt. Nicht nur, dass immer mehr junge Leute Basketballvereinen beitreten, auch die wirtschaftliche Entwicklung der BBL, der Deutschen Basketball Bundesliga, gibt Hoffnung für die augenscheinliche Randsportart.

BBL und NBA im Vergleich

Noch kann sich die BBL sicherlich nicht mit dem amerikanischen Pendant, der NBA, messen. Nur zum Vergleich: Die Bestverdiener der National Basketball Association dürfen sich über ein Salär von 15 bis 30 Millionen US-Dollar im Jahr freuen – Werbeeinnahmen noch außenvorgelassen. Dagegen wirken die Gehälter, die an deutsche Basketballprofis gezahlt werden, fast schon lächerlich: Durchschnittlich sind es zwischen 200.000 und 300.000 Euro in der Saison. Aber immerhin findet sich mit Dirk Nowitzki noch ein Deutscher unter den Topverdienern der amerikanischen Basketballliga.

 

Spieler / Team Gehalt Geschätzte Werbeeinahmen
Kobe Bryant/Los Angeles Lakers 30,5 Millionen Dollar 34 Millionen Dollar
LeBron James/Miami Heat 19,1 Millionen Dollar 42 Millionen Dollar
Derrick Rose/Chicago Bulls 17,6 Millionen Dollar 21 Millionen Dollar
Kevin Durant/Oklahoma City Thunder 17,8 Millionen Dollar 14 Millionen Dollar
Dwyane Wade/Miami Heat 18,7 Millionen Dollar 12 Millionen Dollar
Carmelo Anthony/New York Knicks 21,4 Millionen Dollar 9 Millionen Dollar
Amar’e Stoudemire/New York Knicks 21,7 Millionen Dollar 6,5 Millionen Dollar
Dwight Howard/Houston Rockets 20,5 Millionen Dollar 6 Millionen Dollar
Dirk Nowitzki/Dallas Mavericks 22,7 Millionen Dollar 0,5 Millionen Dollar

Quelle: Forbes-Magazin

Mehr Zuschauer, mehr Werbeeinahmen, mehr Stars

In Zukunft wird sich dies aber ändern können. Aktuelle Zahlen belegen, dass die Basketball Bundesliga nicht nur bei den Zuschauern zulegen kann, sondern auch was die Umsatzzahlen anbelangt, in neue Dimensionen vorstößt.

Besuchten im Jahr 2009/10 insgesamt circa 1,3 Millionen Zuschauer die Hallen, waren es 2012/13 schon 1,48 Millionen. Das ist eine Steigerung von 14 Prozent. Noch bessere Zahlen gibt es beim Umsatz zu verkünden: 34,1 Millionen Euro konnten die Teams der Basketball-Bundesliga 2005/06 insgesamt umsetzen. In der Saison 2012/13 waren es dann bereits 86,6 Millionen Euro, ein Plus von 154 Prozent.

Wetten auf Basketball-Spiele rücken zunehmend in den Fokus der Wettanbieter, die sich folglich auch als Werbepartner für viele Teams anbieten. Die Studie „Sponsor Visions 2012“ zeigt, dass nach Fußball Basketball für Sponsoren in Deutschland die attraktivste Sportart ist.

Der finanzielle Segen ist insbesondere durch die steigende Begeisterung in der Bevölkerung zu erklären. Durch das mediale Interesse erhalten die Mannschaften mehr Geld durch TV-Vermarktung. Dies bringt wiederum zahlungskräftige Sponsoren und Werbepartner ins Haus. Nicht minder logisch, dass mehr Geld auch mehr finanzieller Handlungsspielraum bedeutet. Zwar lassen die ganz großen Namen noch auf sich warten, aber auch aufgrund von immer wiederkehrenden Tarifstreitigkeiten verliert die NBA für manchen Star zumindest an finanzieller Attraktivität.

Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Facebook
  • Newstube
  • Linkarena
Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.

My-Guide Interessante Guides: Einbürgerungst..KurzarbeitCodingBodybuildingFitness